Worauf kommt es bei der Pflegegeld-Einstufung an?
Wer hat überhaupt Anspruch darauf?
Was tun, wenn der Pflegegeld-Bescheid nicht so ausfällt, wie erwartet?
Fragen ... mit denen die Pflegegeld-ExpertInnen der Volkshilfe NÖ / SERVICE MENSCH GmbH täglich konfrontiert werden und die sie kompetent beantworten.

Aus dem Leben

Hier sehen sie einen Film, der anlässlich der im Frühjahr 2013 stattgefunden Pflegegeld-Enqueten gezeigt wurde. Es wurden Menschen interviewt, denen die Volkshilfe NÖ-Pflegegeld-ExpertInnen halfen.

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Bitte beachten Sie alle mit einem Stern (*) gekennzeichneten Pflichtelfer

10 Irrtümer

Die 10 häufigsten Irrtümer zum Thema Pflegegeld

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Irrtum 1

Um Pflegegeld zu bekommen ist mein Einkommen zu hoch!

Das Einkommen hat keinen Einfluss auf die Höhe des Pflegegeldes. Ob Ausgleichszulagenbezieher oder Bezieher einer Höchstpension, beide erhalten bei gleichem Pflegebedarf auch Pflegegeld derselben Stufe in selber Höhe.

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Irrtum 2

Um Pflegegeld zu erhalten muss ich mein Vermögen offen legen!

Nein! Das Pflegegeld in der jeweiligen Stufe ist ein Fixbetrag, der unabhängig vom Vermögen des Betroffenen ausbezahlt wird.

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Irrtum 3

Um Pflegegeld zu erhalten muss ich professionelle Pflege in Anspruch nehmen!

Nein! Der Pflegegeldanspruch besteht unabhängig davon, ob die Pflege durch professionelles Pflegepersonal oder durch Angehörige oder sonstige Personen erfolgt.

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Irrtum 4

Ich muss die konkrete Verwendung des Pflegegeldes nachweisen!

Nein! Das Pflegegeld soll ein selbstbestimmtes Leben sichern! Solange die Pflege der betroffenen Person in ausreichender Weise bewerkstelligt wird, mischt sich der Pflegegeldträger nicht in die Frage ein, durch wen oder mit welchen Kosten die Pflege tatsächlich organisiert wird.

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Irrtum 5

Das Pflegegeld erhält die pflegende Person!

Das Pflegegeld wird grundsätzlich direkt an die pflegebedürftige Person ausbezahlt.

Bei Geschäftsunfähigkeit erfolgt die Zahlung an den gesetzlichen Vertreter.

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Irrtum 6

Ich bin zu jung um Pflegegeld zu erhalten!

Nein! Das Pflegegeld ist grundsätzlich an kein Mindestalter der pflegebedürftigen Person gebunden.

Für Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 15. Lebensjahr gelten für die Pflegegeldeinstufung eigene Regeln

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Irrtum 7

Für die Pflegegeldeinstufung ist die Schwere der Erkrankung ausschlaggebend!

Nein! Für den Anspruch auf Pflegegeld ist weder die Schwere der Erkrankung, Art der Diagnose, noch die Ursache der Pflegebedürftigkeit maßgeblich. Es ist unerheblich, ob die Ursache für die Pflegebedürftigkeit ein körperliches Gebrechen, eine geistige oder psychische Behinderung oder eines Sinnesbehinderung ist. Ebenso ist nicht ausschlaggebend, ob jemand durch einen Unfall, eine Erkrankung, eine angeborene Beeinträchtigung oder altersbedingt pflegebedürftig wurde.

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Irrtum 8

Ich habe keinen Anspruch auf Pflegegeld weil ich keine Pension erhalte!

Der Personenkreis, der Anspruch auf Pflegegeld hat, kann in drei Gruppen eingeteilt werden:

  • Bezieher einer österreichischen Grundleistung wie Pension, Ruhegenuss, Vollrente nach Arbeitsunfall, etc.
  • Österreichische Staatsbürger ohne Grundleistung wie z.B. mitversicherte Personen ohne eigenen Pensionsanspruch, behinderte Kinder und Jugendliche, etc., wenn ihr gewöhnlicher Aufenthalt in Österreich ist
  • Personen, die aufgrund internationaler Verpflichtungen österreichischen Staatsbürgern gleichgestellt sind, z.B. EU Bürger, anerkannte Flüchtlinge, Fremde mit bestimmten Aufenthaltstiteln, etc.
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Irrtum 9

Nach Erhalt des Pflegegeldbescheides bin ich für ein Jahr gesperrt!

Wenn sich innerhalb eines Jahres eine wesentliche Änderung der Anspruchsvoraussetzungen z.B. eine Verschlechterung des Allgemeinzustandes ergibt, die eine Erhöhung des Pflegegeldes um zumindest eine Stufe zur Folge hat, kann innerhalb der Jahresfrist um Erhöhung des Pflegegeldes angesucht werden. Es muss jedoch bereits bei der Antragstellung die wesentliche Veränderung glaubhaft dargestellt werden, z.B. durch ein ärztliches Attest oder einen Pflegebericht.

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Irrtum 10

Ich kann mir die Pflegegeldklage nicht leisten, denn dazu brauche ich einen Rechtsanwalt!

Im Sozialgerichtsverfahren fallen für den Kläger (die pflegebedürftige Person) keine Kosten und Gebühren an, egal wie das Verfahren ausgeht. Die Kosten trägt die beklagte Partei (Pflegegeldträger).

Es ist nicht erforderlich, einen Rechtsanwalt mit der Vertretung zu beauftragen. Der Kläger kann sich mittels Vollmacht durch jede geeignete Person vertreten lassen.

Zitate

Infos über das Pflegegeld

"Vertrauen und Sicherheit sind zentrale Schlüssel, damit Menschen sich auch dann wohlfühlen, wenn sie altersbedingt in ihrer Lebensgestaltung eingeschränkt sind. Mit unserem familiären Wohnkonzept, großzügigen, modernst renovierten Wohnräumen, abwechslungsreichem Freizeitprogramm und hohem Anspruch an Qualität und Professionalität bieten wir pflegebedürftigen Menschen ein echtes fürsorgliches Zuhause, das auch für Personen mit Altersdemenz fachlich kompetente Betreuung auf höchstem Niveau sicherstellt."
Sacher

Ewald Sacher

Präsident der Volkshilfe Niederösterreich


"Die Pflegegeld-ExpertInnen sind auf Wunsch auch dabei, wenn der begutachtende Arzt nachhause kommt und die Pflegegeld-Einstufung vornimmt. "Das betrifft sowohl neue Ansuchen als Ansuchen um Erhöhung des Pflegegeldes, weil sich der Umfang des Pflegebedarfs wesentlich erhöht hat", erläutert Geschäftsführer Mag.(FH) Gregor Tomschizek. "Sollte es notwendig sein, Einspruch gegen einen Einstufungsbescheid erheben zu müssen, stehen die Pflegegeld-ExpertInnen ebenfalls beratend zur Seite."
Tomschizek

Gregor Tomschizek

Geschäftsführer der SERVICE MENSCH GmbH


"ExpertInnen schätzen, dass Tausende Menschen in Österreich, die pflegebedürftig sind, kein oder ungenügend Pflegegeld erhalten.

"Diese Ungerechtigkeit wollen wir beseitigen helfen", so der ehemalige Sozialminister und jetziger Behindertenanwalt des Bundes Dr. Erwin Buchinger, "denn meist liegt es an der mangelnden Information. Die Pflegegeld-ExpertInnen der Volkshilfe helfen!"

Buchinger

Erwin Buchinger

Behindertenanwalt des Bundes